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Der Traum in der Renaissance

Während im Palazzo Strozzi der Frühling der Renaissance beleuchtet wird, ist im Palazzo Pitti noch bis zum 15. September eine vergleichsweise kleine, aber mit bemerkenswerten Leihgaben ausgestattete Ausstellung zu sehen, die einer dunkleren Seite der Renaissance, dem Traum gewidmet ist.

Zwischen Raffael und Bosch

Wohl kein Zufall, dass die Frührenaissance fast ausgeblendet ist. Verengt sich zeitlich der Blick auf das 16. Jahrhundert, so weitet er sich geographisch, um auch Beispiele aus dem Norden Europas mit einzubeziehen. Neben Florenz, dessen Beitrag um Michelangelo und seine Rezeption kreist, sind es im Besonderen die norditalienischen Kunstzentren, die mit außerordentlichen Beiträgen das Herz der Ausstellung bilden: allen voran das estensische Ferrara, dessen raffinierte Kultur nicht zuletzt dank großzügiger Leihgaben aus Dresden mit Meisterwerken von Dosso Dossi und Giovanbattista Dossi hervorragend vertreten ist. Ein weiteres Schmuckstück der Ausstellung sicherlich der Traum des Ritters vom jugendlichen Raffael, in dessen klarer und funkelnder Farbigkeit der Traum zum Ort des Ausgleiches der Gegensätze wird.

Traumreise

Die Ausstellung nimmt ihren Anfang im Reich der Nacht und des Schlafes, in dem die Träume ihren fruchtbaren Boden haben, um dann die Seele auf ihren vielfältigen Streifzügen durch Traumlandschaften zu begleiten. Über das Visionäre biblischer Prägung, hermetische und gelehrte Traumspekulationen, Künstlerträume, die Maskeraden Francesco I, die höllischen Alpträume von Hieronymus Bosch bis hin zu den Lichtflecken auf den Pferden Apollos, die von Aurora aus ihrem nächtlichen Versteck geführt, das Nahen des Tages anzeigen.

Traum und Allegorie

Nicht das Dunkle, überraschend ins Grauenhafte Umschlagende des Alptraumes bestimmt das Gros der Werke, sondern das Traumhaft, Träumerische bei dem die Grenzen zur Allegorie fließend sind. Eine Charakteristik, die auch das Hauptwerk der onyrischen Renaissanceliteratur auszeichnet, die Hypnoerotomachia Poliphilii, von deren hochkarätigen Holzschnittillustrationen ausgewählte Beispiele zu sehen sind.

Erotische Spielwiese

Der Traum, Siegel des Schlafes, erschliesst dem Schlafenden ungeahnte Welten – und dem Wachenden die Möglichkeit, den in Träumen Verlorenen zum Territorium seiner Phantasie zu machen: besonders die erotische Phantasie hat sich die Schlaf- und Traumdarstellung angeeignet, wofür Correggios Pariser Satyr vor der schlafenden Venus ein besonders schönes, unter zahlreichen Beispiele ist. Ein Bildchen, das mit erquickender Frische an den Grenzen zwischen Sinnverpflichtung und erotischem Genuss spielt, ist der Schlafende Apoll von Lorenzo Lotto, in dem Apollos Nickerchen von den Musen zu Eskapaden in den Büschen genuetzt wird.

Eine Ausstellung, die es sich lohnt mit wachem Auge zu durchstreifen.

Il sogno nel Rinascimento – Palazzo Pitti 21.5. – 15.9.2013


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