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Märkte in Florenz

Die Märkte sind Orte, die es auch dem Touristen erlauben, in den städtischen Alltag einzutauchen, sich Teil der lokalen Wirklichkeit zu fühlen und sich in pittoresken und charakteristischen Orten zu bewegen, die ein Kondensat von Menschlichkeit sind. Nicht zuletzt aber bieten die Märkte – in der Regel in bester Qualität – die kulinarischen Spezialitäten des Territoriums wie auch die Produkte des täglichen Konsums. In Florenz gibt es zwei historische Markthallen, die Ausdruck der urbanistischen Modernisierung sind, die die Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfahren hat. Das alte Marktviertel, das sich im Herzen der Stadt, im Bereich der heutigen Piazza della Repubblica befand, wurde damals zerstört und die kommerziellen Aktivitäten, die dort seit Jahrhunderten angesiedelt waren, wurden in peripherere Viertel umgesiedelt. In diesem Zusammenhang sollten drei moderne und nach neuen hygienischen Gesichtspunkten geplante Markthallen entstehen, die strategisch in der Altstadt verteilt, sowohl den Einzelhandel, als auch die Privatkunden versorgen sollten: ein Zentralmarkt, als Großmarkt konzipiert, der in der Nähe des Bahnhofs im Viertel San Lorenzo entstand und zwei Sekundär-Märkte, einer in S. Ambrogio und ein weiterer, nie verwirklichter, im Viertel von San Frediano (als Markthalle für den Oltrarno).

Der Zentralmarkt

Die Markthalle von San Lorenzo ist die bedeutendste Konstruktion dieser Art, die im 19. Jahrhundert in Italien entstand, eines der Projekte, die im Zusammenhang mit der Verlegung der italienischen Hauptstadt von Turin nach Florenz realisiert wurden. Die Halle wurde 1869 nach einem Plan des Ingenieurs Giuseppe Mengoni begonnen, der 10 Jahre zuvor mit seinem Projekt für die Galleria Vittorio Emanuele in Mailand berühmt geworden war. Das Gebäude verwendete neue ‘technologische’ Baumaterialien, wie etwa Gusseisen und Glas. Die tragende Struktur besteht aus durch Arkaden verbundene Säulen im lokalen Sandstein, 10 auf jeder Seite, die die eiserne Konstruktion des Daches stützen. Große Glasscheiben gestatten reichlichen, natürlichen Lichteinfall. Bei seiner Einweihung am 11. Mai 1874 musste das Gebäude allerdings erstmal als Gewächshaus für tropische Pflanzen dienen: eine Rolle, die der Halle im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung und des Internationalen Botanikerkongresses zukam. Dann konnte es endlich seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden: Lebensmittelmarkt.
Heute ist es ein Ort, der bei den Florentinern, wie auch bei den Touristen sehr beliebt ist: Synonym für frische Waren, faire Preise und Qualität. Im Inneren gibt es einen Bereich, der dem Fisch vorbehalten ist, einen für Fleisch und einen weiteren für Obst und Gemüse. Es gibt auch einen Stand, wo Nudeln hergestellt werden, andere, wo man schon präparierte Gerichte wie Porchetta, Lampredotto oder Trippa erwerben kann, daneben dann ein Heilpflanzenladen. Viele der traditionellen Stände haben sich der touristischen Nachfrage nach typischen italienischen Produkten angeglichen, haben aber dabei weder an Reiz noch an Qualität eingebüßt. Es lohnt sich im Markt vorbeizuschauen, nicht nur um Einkäufe zu machen sondern auch, um eben einen Kaffee zu trinken oder auch zu Mittag zu essen, in einem populären, preiswerten und immer anregenden Milieu. Im vergangenen Jahr ist das obere Stockwerk einer neuen Nutzung zugeführt worden: ab der Mittagszeit bis in den Abend hinein ist es dort möglich an einer Vielfalt von verschiedenen Ständen, Gerichte der lokalen Tradition, wie auch Pizza, Pasta und vieles mehr in sehr guter Qualität zu bekommen. Die Preise sind akzeptabel. Erforderlich ist ein gewisser Abenteuer-Geist: denn es gilt das jeweils Gewünschte in Selbstinitiative zu den im Zentrum liegenden Tischinseln gelangen zu lassen. Die neue Nutzung des ‚Oben‘ ist eine Initiative, die auch von den Einheimischen mit viel Enthusiasmus angenommen worden ist. Entsprechend der Absicht, die Verbindung des Marktes zur Stadt wieder zu stärken und zu erneuern.

Via dell’Ariento, 10/14 und die Öffnungszeiten: von Montag bis Freitag von 7.00 bis 14.00, Samstags von 7.00 bis 17.00

Markthalle von Sant’Ambrogio

Ein weiteres Projekt des Architekten Giuseppe Mengoni im Zentrum des gleichzeitig entstandenen Platzes Lorenzo Ghiberti, unter Verwendung von Eisen, Gusseisen und Holz, eingeweiht im Jahr 1873.
Ursprünglich für den Verkauf von Obst und Gemüse gedacht, hat der Markt im Laufe der Zeit sein Spektrum um andere Lebensmittelsparten erweitert. Auch ist in der Folge um die zentrale Halle ein überdachter Außenbereich dazu gekommen, in dem neben Lebensmitteln auch Bekleidung angeboten wird. Die gemauerten Außenwände werden unterbrochen von gusseisernen Säulen, die das Dach tragen, und zwischen denen, oberhalb des Mauerwerks, grosse Eisenpaneele mit breiten Schlitzen angebracht sind, die die Belüftung des Innenraumes sichern.
Neben dem Erwerb lokaler Produkte und einfacher Gerichte ist es wie in San Lorenzo möglich, auch hier in der Trattoria des Marktes gut und preiswert zu essen, was die vielen Florentiner, die sich während der Mittagspause einfinden, bezeugen.

Der Markt (http://www.mercatosantambrogio.it) befindet sich in der Piazza Ghiberti, geöffnet von Montag bis Samstag von 7.00 bis 14.00

Trödel- und Antikmarkt

Wer an einer Reise in die italienische Alltags-Vergangenheit interessiert ist, für den ist der historische Trödel-Markt, der vor einem Jahr von der Piazza de‘ Ciompi auf die Piazza Annigoni verlegt worden ist, die richtige Adresse:  vergangene und fast verlorene Atmosphären, versunkene Geschmäcker, vergessene Stars, gemischt mit dem Strandgut ferner Länder, all das kann in einer Vielfalt von Objekten wieder auferstehen.
Hier kann man Mobiliar verschiedenster Epochen, Münzen, eine Vielfalt von Nippes, alten Büchern, Zeitschriften, Postkarten, Drucken, Schmuck und ausgefallenen Kleidungsstücken finden. Voraussetzung ist natürlich Zeit und Geduld, um in der Menge von Objekten aller Art und verschiedensten Wertes herumzustöbern, bis man dann irgendwas wirklich Interessantes zu Tage zu fördern kann. Mit ein wenig Glück, kann man immer noch seine Geschäfte machen. Am letzten Sonntag des Monats weitet sich der Markt auf die angrenzenden Straßen aus.

Der Markt befindet sich in der Piazza Pietro Annigoni, geöffnet täglich von 9.00 bis 19.30.

Markt im Cascine-Park

Der größte, günstigste, populärste und grünste der Florentiner Märkte: sein Rahmen ist der grosse Stadtpark der Cascine. Hier geht es vor allem um Kleidung aller Arten, Schuhe, Haushaltswaren, alles fuer das Camping oder Reperaturen . . .
Hier findet man gern das, was man nicht gesucht hat und stößt auf das, was man nie erwartet hätte, ermöglicht durch die Dimensionen des Marktes und die Vielfalt des Angebotes.
Während des Schlenderns trifft man immer wieder auf Gelegenheiten für eine gastronomische Stärkung und kann sich vor oder nach dem Shopping auf die Erkundung des weiten Parkes einlassen.

Der Markt wird längs des Arno-Ufers aufgebaut, jeden Dienstag von 7.00 bis 14.00 Uhr.

 


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