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Urs Fischer in Florenz

Urs Fischer, Big Clay #4 2013-2014 Kindly loaned by the Foundation for Contemporary Art “Victoria – The Art of Being Contemporary” Courtesy of the Artist Photo by Mattia Marasco / MUS.E

Vom 22. September bis in die zweite Januarhälfte wird im Zentrum der Piazza della Signoria ein “Big Clay#4” genanntes Werk des Bildhauers Urs Fischer stehen. Die Skulptur ist Teil der von Sergio Risaliti und Fabrizio Moretti erdachten Ausstellung ‘In Florence’, die parallel zur dreißigsten Edition der  großen Florentiner Kunst- und Antiquitätenmesse, der ‘Biennale dell’Antiquariato’,  eröffnet wird. Der Kurator der Ausstellung ist Francesco Bonami.

Die große Aluminiumstruktur, die 12 Meter Höhe erreicht, stellt die vergrößerte Wiedergabe von kleinen, vom Künstler in seiner Werkstatt geformten Lehmstücken dar. Die Oberfläche der Skulptur weist die Fingerabdrücke von Urs Fischer auf, der mit diesem Werk, die Bedeutung der Handfertigkeit und der von der Geste des Künstlers gestalteten Form verdeutlichen will. Ein höchster Kontrast zwischen der Monumentalität des Werkes und der Einfachheit des Gestus, aus dem es hervorgegangen ist.

Urs Fischer, einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler, ist 1973 in der Schweiz geboren worden und lebt und arbeitet in New York. Fischer wird, angesichts der Vielfältigkeit der von ihm eingesetzten Ausdrucksmittel gern als Neo-Renaissance-Künstler bezeichnet, der sich mit grosser Unbefangenheit zwischen Malerei, Skulptur und anderen Künsten bewegt und es liebt mit Materialien und Techniken zu experimentieren. Fischer liegt daran, seine Werke mit der Kunst der Vergangenheit kommunizieren zu lassen. Auf der Piazza della Signoria haben außer “Big Clay#4” auch zwei Wachsfiguren, die den Kurator der Ausstellung Francesco Bonami und Fabrizio Moretti, den Sekretär der Antiquitäten-Biennale darstellen, ihren Platz zwischen den Kopien des David und der Judith gefunden. Ihr Schicksal es ist, jetzt wo ihr Docht angezündet worden ist, wie Kerzen herunterzubrennen.

Indem er einen dramatischen Kontrast zwischen der Einfachheit der gigantischen, in Metall verewigten Form und der Komplexität der in allen Details ausgearbeiteten aber zu einer kurzen Existenz verdammten Wachsfiguren schafft, lädt Urs Fischer zu einer Reflektion über die Form der klassischen und der abstrakten Kunst ein, über die Dauerhaftigkeit und die Vergänglichkeit der Kunst.

Ohne Frage sind es Werke, die schon in Anbetracht ihres außerordentlichen Ausstellungsortes, der Piazza della Signoria (nach Jeff Koons und Jan Fabre), dazu bestimmt sind, heftige Reaktionen zu provozieren.

Nachtrag: am 5.10. hat eine der Wachsfiguren (‚Fabrizio‘) – aus bisher unbekannten Gründen – eine andere Strasse eingeschlagen.

Am 8.10. ist – vorsichtshalber – auch ‚Francesco‘ abgebaut worden – offenbar aus Sorge, dass er die Schwäche von  ‚Fabrizio‘ teilen könnte. Im Augenblick also freies Feld zwischen Judith und David.

Am 12. November ist ‚Francesco‘ wieder auf die Piazza Signoria zurückgekehrt, um seinem vom Künstler vorgesehenem allmählichen Verschwinden entgegenzusehen. Als verantwortlich fuer den Sturz der anderen Skulptur war eine fehlerhaft konstruierte Basis erkannt worden (gesetzliche Schritte schon eingeleitet). Nunmehr prangt also ‚Francesco‘ auf neuer Basis ganz allein auf halber Strecke zwischen Judith und David.


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