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Das Jüdische Florenz


Auch wenn einige Dokumente die sporadische Anwesenheit von Juden schon im mittelalterlichen Florenz belegen, wird die jüdische Präsenz erst im Laufe des 15. Jahrhunderts stabiler und bedeutsamer. Schon gegen Ende des Jahrhunderts, kannte die kleine Gruppe, deren Anfänge mit Pfandleihaktivitäten verbunden waren, eine bemerkenswerte kulturelle Blüte. Jüdische Gelehrte traten, inspiriert von der intellektuellen Sensibilität des Kreises um Lorenzo den Prächtigen, auch in Austausch mit der nicht-jüdischen Gesellschaft.
Als eine stark charakterisierte Minderheit waren die Florentiner Juden nicht desto weniger in oftmals dramatischer Weise den sozialen Spannungen und politischen Veränderungen ausgesetzt, die die florentinische und italienische Gesellschaft der Zeit erschütterten.
Entscheidende Erfahrungen in der weiteren jüdischen Geschichte bilden: die Ghettoisierung des 16. Jahrhunderts, die Etablierung in Livorno von zahlreichen Juden spanisch-portugiesischer Herkunft, die Schritte zur Emanzipation, die Geburt des italienischen Staates, die aktive Rolle im neu entstandenen Staat, die Rassengesetze und folgend das Trauma der Shoah bis hin zur Wiedergeburt des jüdischen Lebens in Florenz nach Ende des zweiten Weltkrieges.

Ein Gang durch die Jüdische GeschichteMotiv auf den von Caccialli konzipierten Seitentüren des Domes.

Der Basis-Rundgang besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einem Stadtspaziergang von ungefähr zwei Stunden und einem etwa einstündigen Besuch der Synagoge und des Jüdischen Museums. Auf unserem Stadtspaziergang werden wir  zu einigen der berühmtesten Orte und Gebäude der inneren Altstadt kommen. Beim Besuch der Piazza della Signoria, des Ponte Vecchio oder des Domplatzes werden allerdings Themen im Vordergrund stehen, die unter einer jüdischen Perspektive von besonderem Interesse sind.
Da weder die Vorgänger der  heutigen Synagoge des 19. Jahrhunderts, noch das ehemalige Ghettoviertel erhalten sind, hat der Spaziergang, unterstützt von historischen Aufnahmen, oftmals evokativen Charakter. Manchmal nur unauffällige Spuren werden zu Dokumenten einer Jahrhunderte währenden Gegenwart.

Der 'alte jüdische Friedhof' war Begräbnisstätte der Florentiner Juden von späten 18. bis ins späte 19. Jahrhundert.

Alter Jüdischer Friedhof

Spuren jüdischen Lebens

Auf unserem Rundgang werden wir dorthin kommen, wo sich die erste, dokumentierte Florentiner Synagoge befand, wir werden das Viertel besuchen, in dem sich einst das Ghetto befand und einem schlichten Wohnhaus vorbeikommen, das über 80 Jahre zwei kleine Synagogen beherbergte, die die Alternativen zur prächtigen ‚Gründerzeit-Synagoge‘ darstellten.

Zeichen und Symbole

Von besonderem Interesse sind auch einige Symbole oder bildnerische Darstellungen in oder an Kirchengebäuden. Die unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Aspekte der christlich-jüdischen Beziehungen reichen von der Schönheit der ‚Paradiespforte‚, deren Reliefs auf dem Tanakh basieren, über überraschende und ambivalente Inschriften in hebräischen Buchstaben bis hin zu Verwandlung einer Madonnenskulptur von einem geschändeten Bildwerk zu einer gnadenlosen Königin.

Die Synagoge

Die heutige Florentiner Synagoge, die 1882 vollendet worden ist,  stellt ein besonders schönes und raffiniertes Beispiel für eine ‚Emanzipations-Synagoge‘ dar. Stilistisch speist sich die Architektur aus spanisch-arabischen und byzantinischen Stilelementen. Das Museum, das sich im ersten und zweiten Stockwerk befindet, hat eine Abteilung, die der Geschichte der jüdischen Gemeinde gewidmet ist und beherbergt eine reiche Sammlung von liturgischen Objekten und Gegenständen, die Teil der häuslichen Traditionen waren.

und weiter . . .

Es ist möglich (nach Reservierung und Bezahlung einer Gebühr für eine ausserordentliche Öffnung / oder an jedem ersten Sonntag des Monats mit einem niedrigeren Eintrittsgeld) auch den Besuch des Alten Friedhofs, der vom 18. bis in das späte 19. Jahrhundert genutzt worden ist, mit einzubeziehen (4/5 Stunden-Rundgang – Taxi oder Bus empfehlenswert) Des Weiteren ist es möglich, den Rundgang auf den Spuren Davids in der Florentiner Kunst zu erweitern; mit einem Besuch in der Galerie der Akademie mit dem David Michelangelos oder im Bargello mit den Davids-Figuren von Donatello und Andrea del Verrocchio (4 Stunden-Rundgang) Eine andere Möglichkeit wäre es, die christliche Kunst mit jüdischen Bezügen, die reich in den Florentiner Kirchen vertreten ist, etwas genauer zu betrachten (4/5 Stunden-Rundgang).

 

 


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