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Die großen Museen von Florenz


Florenz gehört zu den Städten mit der höchsten Konzentration von Kunstwerken auf der Welt. Viele dieser Schätze der Vergangenheit sind auch heute noch an den Orten zu finden, für die sie ursprünglich bestimmt waren: auf den Plätzen, in den Palästen und Kirchen der Stadt. Wenigstens ebenso viele sind jedoch die Werke, die sich nunmehr in Museen befinden: Kunstsammlungen in historischen Palästen oder Gebäuden, die zur Aufbewahrung wertvoller Gegenstände bestimmt wurden. Der Besuch dieser Sammlungen kann ein unabhängiger Programmpunkt sein, wie auch eine Erweiterung eines Stadtspazierganges darstellen, um spezielle Aspekte zu vertiefen.

Galleria Palatina

Galleria-PalatinaDie Galleria Palatina im Palazzo Pitti ist eine Gemäldesammlung, die ihren Ursprung der Sammelleidenschaft der Medici-Großherzöge verdankt und die in den folgenden Jahrhunderten ausgebaut worden ist. Der raffinierte Geschmack der Großherzöge und der anderen Familienmitglieder ist dafür verantwortlich, das das Schwergewicht in den Sammlungen auf der Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts liegt; in den prächtigen Sälen des Residenzpalastes, die schon für sich allein ein Meisterwerk der barocken Raumdekoration darstellen, werden überwölbt von  Fresken und Stuckdecken, bedeutende Werke von Caravaggio, Tizian, Andrea del Sarto, Giorgione und Rubens ausgestellt. Das Herz der Galerie sind die 11 Meisterwerke Raffaels: von der winzigen Vision Ezechiels zur monumentalen Baldachin-Madonna und der immer noch besonders geliebten Madonna della Seggiola, lässt sich fast die gesamte Karriere des Malers verfolgen.

 Mehrere Museen in einem: der Bargello

Cortile del BargelloFlorenz ist eine Stadt der Bildhauer. Das Museum des Bargello gibt die Möglichkeit, die Entwicklung der Florentiner Skulptur während ihrer großen Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert an Hand einer ganzen Serie von Meisterwerken zu studieren. Im Besonderen Werke wie die beiden Davidsfiguren Donatellos oder dessen Heiliger Georg markieren auf eindrucksvolle Weise, eine bildhauerische Selbstbewusstwerdung, eine Entwicklung in der die greifbare Form Ausdruck der neuen Renaissance-Ideale selber wird. Der Rundgang findet weitere Höhepunkte in dem jugendlichen Bacchus Michelangelos, dem Brutus aus der Reifezeit und den Werken von Cellini und Giambologna, Skulpturen von extremer Raffinesse und Kunstfertigkeit, wie sie für die Kultur des Manierismus kennzeichnend sind. Von großer Bedeutung sind aber auch die Keramikabteilung, die Terrakottaskulpturen der della Robbia, die Münzen- und Medaillensammlung, die Waffen und Rüstungen, die mittelalterlichen Elfenbeinarbeiten und vieles mehr. Die bemerkenswerte  Vielfalt der Sammlungen gestattet es in einem Zeit-Rahmen, der über ein Jahrtausend hinaus geht, zwischen byzantinischer, longobardischer, französischer und islamischer Kultur hin und her zu reisen, um immer neue, anregende Bezüge und Verbindungen zu entdecken

Palazzo Vecchio

Die grossartige Decke, die der Florentiner Geschichte und den Institutionen der Stadt gewidmet ist, hat ihr Zentrum in der Apotheose von Cosimo I.

Palazzo Vecchio, Decke des Salone dei Cinquecento

Palazzo Vecchio flankiert seit dem frühen 14. Jahrhundert das Baptisterium als Symbolbau von Florenz. Palast der Regierung der Republik Florenz, heute Sitz der kommunalen Verwaltung, ist das Gebäude seit jeher der bedeutendste, öffentliche Palast der Stadt. Die imposanten Mauern Arnolfo di Cambios haben die heroische Phase der Republik zu Zeiten Machiavellis ebenso erlebt, wie die Folge der Regenten aus der Familie Medici. Die Dekorationen, die sich von den Innenhöfen bis in die Wohn- und Repräsentationsräume hinziehen, sind beeindruckende Zeugnisse davon, wie die verschiedenen politischen Systeme die Orte der Macht veränderten und wie die Kunst dabei zum Vermittler ihrer jeweiligen Ideologien wird. Die Repräsentations- und Privaträume von Cosimo I und Eleonora di Toledo stellen ein sehr seltenes Beispiel einer fürstlichen Residenz des 16. Jahrhunderts dar, deren komplexes Dekorationsprogramm weitgehend erhalten ist. In den Sälen stößt man auf Meisterwerke wie die Judith von Donatello oder den Genius des Sieges von Michelangelo, aber auch auf die seltene Landkartensammlung des späten 16. Jahrhunderts oder kleine, intimere Räumlichkeiten, in denen Politik, Kunst und Leben sich vermischen.

Medici-Kappellen

1280px-Cappelle_Medicee,_sagrestia_nuova_tomba_di_lorenzo_3_l'alba_e_il_crepuscolo_(Michelangelo)Der Museumskomplex der Medici-Kappellen umfasst zwei Zentralbauten, die in verschiedenen Epochen als Grabeskappellen für Mitglieder der Familie Medici an die Stiftskirche von San Lorenzo angebaut worden sind. Der Besuch gestattet es über zweihundert Jahre Geschichte der Familie Medici zu verfolgen. Die Neue Sakristei, in der unter anderen Lorenzo der Prächtige seine letzte Ruhe fand, ist der einzige Ort, in dem das Genie Michelangelos Architektur und Skulptur verbinden konnte: nur hier finden sich seine mächtigen Skulpturen – Der Morgen, Der Tag, Der Abend und Die Nacht – in einem architektonischen Zusammenhang, der vom Künstler selber entworfen worden ist. Die Fürstenkappelle, errichtet zu Ehren der Großherzöge Medici will in der Pracht der Marmor- und Halbedelsteindekorationen, den Ruhm der Herren von Florenz in dynastischer Dauer verewigen.

Galerie der Akademie

Michelangelo-Raum, Galleria dell'AccademiaSeit im ausgehenden 19. Jahrhundert der David Michelangelos von der Piazza della Signoria hierher gebracht wurde, ist die Galerie der Akademie zum Museum der Skulptur Michelangelos geworden, von dem sie heute 6 Skulpturen beherbergt. Das Museum erlaubt es, den oftmals qualvollen Weg zu verfolgen, der Michelangelo vom Ausdruck der optimistischen Renaissance-Ideale im David, zu einer dramatischen Vision des menschlichen Schicksals führte, wie er in den mächtigen Gefangenen zum Ausdruck kommt. Um die Werke Michelangelos herum, vereint die Galerie der Akademie, eine bedeutende Sammlung von Gemälden und Skulpturen florentinischer Künstler zwischen 13. und 16. Jahrhundert und eine Abteilung, die mit ihren Gipsskulpturen und Meisterstücken des 19. Jahrhunderts an die ursprüngliche Anbindung der Sammlungen an den Lehrbetrieb der Akademie der Künste erinnert. 

Museum von San Marco

Adorazione dei Magi, San Marco.Berühmtes Beispiel einer Konventsanlage des 15. Jahrhunderts, in außerordentlicher Vollständigkeit auf uns gekommen, ist San Marco nicht zuletzt das Museum des Fra Angelico, der als Mönch in diesen Mauern wohnte und die Gemeinschaftsräume und Zellen des Klosters mit seinen Fresken schmückte. In den Räumen, die den Zeitrhythmus des klösterlichen Lebens verdeutlichen – Herberge, Refektorium, Kapitelsaal – sind Werke zusammengefasst, die Fra Angelico im Laufe der Jahrzehnte für verschiedene Bestimmungsorte geschaffen hat. Von den farbprächtigen Altartafeln bis zu den schlichten Fresken der Zellen, werden die Neuheiten der Renaissancemalerei in Werken tiefer Geistigkeit verarbeitet. Im Museum wird auch die Erinnerung an Girolamo Savonarola wach gehalten, der im ausgehenden 15. Jahrhundert, den missionarischen Wirkungswillen, den das Kloster von seinen Anfängen an auszeichnete, in einer der dramatischsten Epochen der Florentiner Geschichte zur Richtschnur für das gesellschaftliche und politische Leben der Stadt zu erheben versuchte. Verweise auf Savonarola finden sich überall verteilt, im Besonderen aber sind Erinnerungsstücke, Habseligkeiten in der ehemaligen Priorenzelle zu betrachten. Kennzeichnend auch für den Charakter von San Marco die Werke des Fra Bartolomeo, die vom Wirken Savonarolas inspiriert, eine faszinierende Verbindung zwischen klösterlicher Strenge und modernster Formensprache vertreten.


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