Häuser als Museen

Wir laden Sie ein, zwei der Florentiner Häuser zu besuchen, die zu Museen geworden sind: die Casa Buonarroti und das Haus, das wir Museo Stibbert (Stibbert-Museum) nennen. Die Häuser von Künstlern und Schriftstellern geben uns die Gelegenheit, zu sehen, wie große Persönlichkeiten der Vergangenheit gelebt haben.

Anders als andere Länder hat Italien nicht so viele Häuser oder Wohnungen die zu Museen geworden sind. Florenz besitzt dennoch einige bedeutende Beispiele.

Michelangelo Buonarroti: Kunst und Leben

Wir brauchen niemandem zu erklären, wer Michelangelo Buonarroti ist. Das wissen alle, und seine Werke erzählen von ihm.

  • Bei einem Besuch der Casa Buonarroti erfahren wir viel über Michelangelos Leben. Seine Familie wohnte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in diesem Haus. Die Innenräume sind ein seltenes Beispiel einer adligen Residenz des 17. Jahrhunderts. In den Sälen sind die beiden ersten Werke Michelangelos zu sehen. Sie entstanden, als er noch ein Kind war: die Battaglia dei Centauri (die Kentaurenschlacht) und die Madonna delle Scale (die Madonna an der Treppe), unvergleichliche Zeugnisse seines absoluten Talents. Die Bilder in den Sälen illustrieren sein sehr langes Leben und geben uns die Gelegenheit, uns die verschiedenen Etappen seiner Laufbahn vor Augen zu führen. – Die Kunst und das Leben Michelangelos.

Stibbert: ein Leben für die Kunst

Frederick Stibbert, Engländer und Florentiner, übermachte 1906 der Stadt Florenz dieses Haus, Frucht der Leidenschaft seines Lebens.

Im Museo Stibbert sehen wir den Festsaal, den Raucherraum und die Schlafzimmer. Gleichzeitig finden wir hier Gemälde und Skulpturen von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert. Und dann führt uns die Ausstellung von einem ägyptischen Sarg zu dem Gewand, das Napoleon bei seiner Krönung trug, von den alten Fahnen des Palio von Siena bis zu extrem luxuriösen Einrichtungsgegenständen. Das Waffenarsenal wird manchem Besucher die Sprache verschlagen: europäische, islamische, japanische Waffen und Rüstungen, ausgestellt mit einem unvergleichlichen Sinn für eine faszinierende Szenographie.

Kunst – Leben und Leidenschaft

Die Casa Buonarroti und das Museo Stibbert gehören zu zwei verschiedenen Kategorien. Auf der einen Seite haben wir das Haus eines Künstlers, auf der anderen das eines Liebhabers der Künste. Was sie verbindet sind ,Leidenschaft und Engagement.

Michelangelo erwarb selbst das Haus, das wir hier besuchen, um daraus „ein angemessenes Wohnhaus in der Stadt“ zu machen. Diese Absicht zeigt schon etwas von seinem Charakter und von seiner Denkart: er war ein Florentiner, und er war durchaus pragmatisch. Die Innenräume des Hauses wurden von seinem Neffen, der auch seinen Namen erbte, umgestaltet. Ihm ist es zu verdanken, dass diese Räume nicht nur zu einem würdigen Rahmen für die beiden beeindruckenden Werke wurden, die das unvergleichliche Talent des vierzehnjährigen Michelangelo bewiesen. Casa Buonarroti ist gleichzeitig auch ein Buch, das uns das Leben des großen Bildhauers erzählt. Indem wir von einem Saal zum anderen wandern, sehen wir, wie Kunst und Leben ineinander verstrickt sind, wie sie sich gegenseitig erklären und beleuchten. 

Frederick Stibbert, dem ein gigantisches Erbe zufiel, war kein Künstler, aber er liebte die Kunst mit tiefster Hingabe und Leidenschaft. Er war eine Art von Mensch, die es heute nicht mehr gibt. Er hatte Geschmack und Intuition, war so extravagant, wie man es sich wünschen möchte, und er war großzügig gegenüber seiner Stadt. Stibbert wohnte in diesem Haus, einer Villa, die damals vor den Toren der Stadt lag und die er mit dem eklektischen Geschmack einrichtete, der das Ende des 19. Jahrhunderts auszeichnet. Die Villa wurde nach und nach zu jenem Museo Stibbert, in dem wir durch Epochen und Kontinente reisen können. Er war ein Sammler, der Werke aufzuspüren wusste, die im 19. Jahrhundert als weniger hervorragend erschienen, die für uns aber heute seltene Zeugnisse des Lebens in der Vergangenheit sind. Und vielleicht träumte er selbst, ein Ritter zu sein, als er die erstaunlichste und vielseitigste Sammlung von Waffen zusammestellte, die man in Italien finden kann. In der Sala della Cavalcata („Der Saal des Rittes“) treffen wir auf eine atemberaubende Sammlung von Rüstungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Säle der islamischen Waffen lassen uns auf den Flügeln der Fantasie nach Persien und nach Indien fliegen, und die der japanischen Waffen führen uns in das Reich der Samurai.

Eine Tour für all die, die im Leben die Leidenschaft suchen.

Praktische Hinweise

  • Tarif von €150 bis €200 je nach Dauer und Anzahl der Personen
  • Es gibt zwei verschiedene Grundprogamme für diese Tour. Kontaktieren Sie uns, um mit uns Ihr Programm zu definieren und um die Öffnungszeiten, sowie die Eintrittpreise zu erfragen.
  • Die Casa Buonarroti ist für Gäste mit eingeschränkter Mobilität und für Rollstuhlfahrer zugänglich.

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